Auf einen Blick

AUFGABE: Nutzungskonzept und Entwurf für ein modernes Boardinghaus in einem ehemaligen Wohn- und Geschäftshaus in Plattenbauweise
STANDORT: Berlin-Mitte
AUFTRAGGEBER/INVESTOR: Altiglio Investitions GmbH und Stofanel Investment AG
ARCHITEKT: Architektengemeinschaft Droste zu Senden und Georg, Scheel, Wetzel, Berlin
TRAGWERKSPLANUNG: ifb Frohloff, Staffa, Kühl, Ecker, Berlin
BEARBEITUNG: 2003
GRUNDSTÜCKSFLÄCHE: 1200 QM
NUTZUNGSFLÄCHE: 5000 QM

Neue Konzepte für urbanes Wohnen

Der private Investor und Eigentümer des großen Wohn- und Geschäftshauses in Berlin-Mitte suchte nach einem geänderten Nutzungskonzept als Antwort auf die Frage, ob sich in dieser Lage in dem bereits als Wohn- und Geschäftshaus genutzten Typenbau (WBS70) auch ein Boardinghaus implementieren ließe. Angesichts des seinerzeit noch sehr begrenzten Angebots zeitgemäßer Wohnungen auf dem Berliner Immobilienmarkt bei gleichzeitig stetig steigendem Bedarf an neuen Wohnformen, versprach das ein interessanter Lösungsansatz zu sein.

Eingriffe in den Plattenbau sind nicht trivial

In Konkurrenz mit zwei weiteren Architekturbüros wurden wir zu einem zweistufigem Wettbewerb eingeladen. Schnell fand sich ein tragfähiges, attraktives Konzept, bei dem auch die Kosten in einem vertretbarem Verhältnis zum Aufwand standen. Die eigentliche Herausforderung bestand vor allem im Umgang mit dem baulichen Erbe der vormaligen DDR. Aufgrund der verbreiteten Modulbauweise mit vorgefertigten Stahlbeton-Bauelementen sind statisch-konstruktive Eingriffe in die Substanz zwar nur bedingt, aber doch hinreichend möglich, wie Vorabstimmungen mit dem Statiker zeigten.

Ausschöpfen von Potentialen

In jedem Fall konnte der Beleg geliefert werden, das auch in die Jahre gekommene sogenannte Plattenbauten, genügend viele Potenziale bereithalten, um bedarfsgerechte, variable Zuschnitte und qualitätvolle, zukunftstaugliche Raumgestaltungen zu ermöglichen. Möglicherweise konnten die Renditeerwartungen nicht ganz erfüllt werden, jedenfalls wurde bislang die Umsetzung keines der Konzepte weiter verfolgt.