Auf einen Blick

AUFGABE: Weiterentwicklung und Ausführung des neuen Showroom Konzepts für internationale Handelsplätze | Erstellung von Feasibilities | Schulungen externer Architekten
STANDORT: internationale Standorte
AUFTRAGGEBER: Audi AG, Ingolstadt
ARCHITEKT: asw Architekten, München und Audi terminal Competence Center, Floris Dreesman Architekten mit Philipp Droste zu Senden
PROJEKTIERUNGEN: seit 2007
FERTIGSTELLUNGEN: seit 2008
RENDERINGS: Van-Hai Nguyen, AtCC
FOTOS: Boris Meiners, Audi AG

Corporate Architecture – ein Ziel der Projektentwicklung

Für einen Zeitraum von eineinhalb Jahren bot sich uns im Rahmen der internationalen Markteinführung des neuen Audi Showroom Konzeptes eine für uns nicht alltägliche, aber umso attraktivere Herausforderung,

Architekturprojekte aus der Perspektive eines Großkonzerns, der Audi AG Ingolstadt, ganz im Dienste des Premiumanspruchs seiner Produkte, nämlich der bestmöglichen Präsentation der hochwertigen Automobile zu entwickeln.

Um die hochgesteckten Ziele – nämlich Benchmark im Premiumsegment der Automobilbranche zu werden – auch mit Hilfe von Corporate Architecture erreichen zu können, wurden wir zusammen mit einer kleinen Gruppe junger Architekten unter der Leitung des Architekten Floris Dreesman beauftragt, ein für diesen Zweck geeignetes Architektur-Kompetenzcenter aufzubauen, welches den weltweiten Rollout der Audi-Markenarchitektur vorbereiten und koordinieren sollte.

Audi terminal Competence Center

Aus dieser anfänglichen „Taskforce“ wurde schnell das Audi terminal Competence Center, das für die anstehenden Aufgaben zunächst auf einen Masterplan zurückgreifen konnte, der im Rahmen eines eingeladenen Wettbewerbs entstanden ist, aus welchem das Architekturbüro Allmann Sattler Wappner Architekten, München als Sieger hervorgegangen war.

Es galt nun in enger Abstimmung mit der Marketingabteilung sowie dem Architekturbüro ASW den Markenkern des Unternehmens, nämlich Automobile der Audi AG, nicht nur wie bisher in den Schauräumen, sondern vielmehr in der gesamten Architektur des weltweiten Händler- und Servicenetzes herauszustellen und für die Kunden erlebbar zu machen.

Emotionalisierung des Markenkerns

Das Credo hierfür lautete: Corporate Identity führt in letzter Konsequenz zu Corporate Architecture

Das durch gezieltes Design emotionalisierte Produkt Auto wird der Verheißung einer fortschrittlichen und mit allen Sinnen erlebbaren Mobilität nur gerecht, wenn es auch im unmittelbaren Umfeld der Präsentation und des Verkaufs (nämlich im Schauraum und Servicebereich) seine architektonische Entsprechung findet – gleichsam als ganzheitliches Erlebnis.

Das ist für Architekten, die vom Selbstverständnis her nicht in den Kategorien des Designs zu denken gewohnt sind, eine echte Herausforderung, aber in unserem Fall geradezu eine Verpflichtung, da wir unser Büro schließlich in einem Haus des Architekten Peter Behrens eingerichtet haben, dem Jugendstilkünstler und autodidaktischen Architekten, der von Walther Rathenau zum künstlerischen Beirat in die AEG berufen wurde und als „Godfather“ des Corporate Identity und Corporate Architecture gelten kann.

Die elementaren Aufgaben

Für die Umsetzung des neuen Konzeptes definierten wir drei wesentliche Aufgabenbereiche:

  • Projektentwicklung für die anstehenden Bauaufgaben im nationalen sowie internationalen Händlernetz mittels Feasibilities – einer Art Machbarkeits- und Entwurfsstudie
  • Trainings und Bauberatertagungen für die Planer der jeweiligen Händler
  • Weiterentwicklung des bestehenden Schauraumkonzeptes und dessen Implementierung im internationalen Audi Händlernetz