Auf einen Blick

AUFGABE: Umbau und Kernsanierung einschließlich Rekonstruktion des Daches bei einer Landhausvilla von 1921
STANDORT: Berlin-Zehlendorf/Schlachtensee
BAUHERR: privat
ARCHITEKT: droste zu senden architektur, Berlin
BAULEITUNG: Sedeño Architekten mit Sabine Krischan, Berlin
TRAGWERKSPLANUNG: ifb Frohloff, Staffa, Kühl, Ecker, Berlin
FERTIGSTELLUNG: 2008-2009
BRUTTOGESCHOSSFLÄCHE: 555 QM, WFL 325 QM

Erschließung ungenutzter Potentiale

Die Landhausvilla von 1921 blieb trotz notdürftig reparierter Kriegsschäden und wenig Zuwendung etliche Jahrzehnte standhaft, bis eine Familie das Haus für sich entdeckte. Entschlossen, der Tristesse ein Ende zu setzen, begann man mit umfangreichen Wiederbelebungsmaßnahmen. Das tatsächliche Potential, das letztlich im Haus steckte, ließ sich anfangs nur erahnen. Auch wurde schnell klar, dass der bestehende, ziemlich konventionelle Zuschnitt nicht den Ansprüchen zeitgemäßem Wohnens entsprechen würde. Einmal mehr half der „entwurfliche Taschenspielertrick“, dass aus einem „Geht garnicht!“ ein „Das ist es!“ werden konnte, denn jetzt erst kam der eigentliche Wesenszug des lädierten Landhauses zum Vorschein zu. Wie bereits in einem anderen Umbauvorhaben war es auch hier die bestehende, problematische Erschließung des Altbaus, die lediglich neu erdacht werden mußte, damit alte Unzulänglichkeiten aufgelöst und ungenutzte Potentiale erschlossen werden konnten

„Das Haus spricht…“

Damit war der Schlüssel für den gesamten Entwurf gefunden, welcher rasch zu Papier gebracht und guten Gewissens an einen befreundeten Kollegen übergeben werden konnte. Mit großem Engagement und viel Einfühlungsvermögen – „das Haus spricht mit einem“ – machte er sich mit seinem Team an die weitere Ausarbeitung und Durchführung des Projektes bis hin zur Fertigstellung.

Und weil alle, die maßgeblich daran beteiligt waren – Bauherr, Planer, ausführende Gewerke und nicht zuletzt das Haus selbst – sich auf diese anspruchsvolle Bauaufgabe im besten Sinne eingelassen hatten, konnte letztlich ein weiteres Kapitel in der Geschichte des Hauses mit seinen neuen Bewohnern aufgeschlagen werden. Was anfangs nur eine Hoffnung oder Ahnung war ist auf eine Weise geglückt, die man sich eben nicht so oder ähnlich vorstellen konnte, weil der Weg ja noch vor einem liegt und es eine Menge Zuversicht und Vertrauen braucht. Aber damit geht es.